Willkommen bei der Nachtschicht!


Was ist die Nachtschicht?
Eine Nachtschicht ist eine Abendgottesdienstreihe, die sich auf besondere Weise eines Themas annimmt. Sie finden immer jedes Jahr im ersten Viertel des Jahres statt.
Alle Gottesdienste behandeln ein Übergeordnetes Thema, beleuchten es aber jeweils aus einem anderen Blickwinkel. Im Zentrum steht dabei das Gespräch zwischen Pfarrer Vogel und einem Gast, der durch sein Leben einen besonderen Zugang zum jeweiligen Thema gefunden hat. Dieses Gespräch ersetzt damit die eigentliche Predigt, wobei zusätzlich noch exzellente musikalische Gäste die Gottesdienste mit Beiträgen bereichern.


Aktuelles

04. Oktober 2018: "An der Leistungsgrenze" - Nachtschicht-Gottesdienst mit Landesbischof Frank Otfried July und Anja Wicker zum Thema Leben mit Handicap.

Am Donnerstag, 4. Oktober findet im Hospitalhof (Haltestelle Stadtmitte) um 19 Uhr ein Nachtschicht-Gottesdienst zum Thema Leistungsgrenze statt.

Alle Menschen müssen es lernen, mit Einschränkungen und ihren individuellen Leistungsgrenzen zu leben. Bei vielen Menschen ist dies augenscheinlich und manche brauchen alltäglich die Hilfe von anderen, um ihr Leben zu meistern. Doch ihr Leben muss deshalb nicht "arm" sein, sondern kann reich sein an allem, was das Leben wirklich ausmacht. Bewusst mit Leistungsgrenzen umzugehen, kann das Leben leichter und erfüllt machen. Wie können wir diese Chance fröhlich nützen? Dazu sprechen in diesem Gottesdienst (u.a.) Landesbischof July und die Paralympics-Goldmedaillengewinnerin Anja Wicker.

Die musikalische Gestaltung übernimmt die Band Foaie Verde. Die fünf Spitzenmusiker aus vier verschiedenen europäischen Ländern begeistern mit feuriger Musik der Roma und der Länder Südosteuropas auf höchstem musikalischem Niveau. Das Ensemble um den Geigenvirtuosen Sebastian Mare, Bassist Veit Hübner (ehem. Tango Five) und die feurige, charismatische Sängerin Katalin Horvath verspricht ein musikalisches Erlebnis, das in Deutschland seines Gleichen sucht.

Im Rahmen der Nachtschichtreihe 2018 zum Thema "Grenzen" und des Aktionstages "Marktplatz-Inklusion leben" (www.aktionsplan-inklusion-leben.de).
28.09.2018, 11:32 Uhr, das Nachtschichtteam
21. September 2018 "An der Toleranzgrenze" - Nachtschicht-Konzert und Nachtschicht-Gottesdienst

EKD-Ratsvorsitzender, Bischof Bedford-Strohm, die Liedermacherin Dota sowie "rahmenlos und frei" - Chor und Band der Stuttgarter Vesperkirche.

In der Kulturinsel Stuttgart (Bad Cannstatt) 18.00 Uhr, Konzert - 19.00, Pause (Bewirtung) - 19.30 Uhr, Gottesdienst

Die Liedermacherin Dota fordert in einem ihrer Lieder "Grenzen aus Respekt statt aus Stacheldraht". Respekt und Toleranz zeigt sich gerade da, wo jemand eine andere Lebensart und Überzeugung hat. Doch damit kann man auch beim besten Willen an seine Grenzen kommen. Denn es gibt Einstellungen und Handlungen, die sind lebensfeindlich, ja lebensgefährlich. Wo hört da die Toleranz auf? Was ist wirklich nicht zu ertragen? Wann müssen wir eine Grenze ziehen, die zeigt: bis hierhin und nicht weiter? Wann sagen wir: "Es ist genug gehetzt. - Das Klima ist genug aufgeheizt. - Die Grenze des Erträglichen ist überschritten. ..."

Solche Fragen zu unseren individuellen und gesellschaftlichen Toleranzgrenzen werden dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland von Pfarrer Ralf Vogel im Gottesdienst gestellt. Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm hat sich an der Universität vor allem mit Fragen der Sozialethik beschäftigt. Als Ratsvorsitzender versucht er sowohl Toleranz zu fördern und Brücken zu bauen, als auch deutlich zu machen, welche Äußerungen und Entscheidungen aus christlicher Sicht zu kritisieren sind.

Die Liedermacherin Dota bekam 2016 den "Preis der deutschen Schallplattenkritik". Die Jury betonte: "Neben fein gesponnenen Tagträumereien und humorvoll erzählten Alltagsgeschichten greift sie auch aktuelle Themen auf, etwa in "Grenzen", einem Lied, das sich eine Welt herbeiwünscht, in der wir alle nur einen Pass brauchen, auf dem "Erdenbewohner" steht. ... Wir brauchen solche Utopien." Dota wird gemeinsam mit ihrer Band auftreten.













"Rahmenlos und frei" - Chor und Band der Vesperkirche - ist ein gefragter Teil der Stuttgarter Kulturszene. Ob bei der "Nacht der Lieder" im Theaterhaus, in der Leonhardskirche, oder bei den Nachtschichten auf dem Berliner Kirchentag - die Sänger/innen und Musiker unter der Leitung von Patrick Bopp (FÜENF) schaffen es, die Menschen von den Sitzen zu reißen.

Konzert und Got-tesdienst finden unter freiem Him-mel in der Kultur-insel Bad Cann-statt statt. Eine Plattform für ur-bane Kunst und Kultur auf dem Areal des Alten Zollamtes (Güterstrasse 4) - https://kulturinsel-stuttgart.org. Die Kulturinsel ist sowohl mit dem VVS (U 19, Haltestelle Cannstatter Wasen) als auch mit dem Auto gut erreichbar (Parkplatz).

Mit Dota und Band sowie "rahmenlos und frei" findet um 18.00 Uhr ein Vorkonzert statt. Der Kulturinsel Biergarten ist vorher (ab 17.00 Uhr), nachher und in den Pausen geöffnet. Für Regenschutz wird gesorgt. Der Eintritt zu Konzert und Gottesdienst ist frei.

Weitere Veranstaltungspartner: Evangelische Kirchengemeinde Bad Cannstatt, das "Haus der Familie Stuttgart e.V.",und "Foodsharing" Stuttgart.
07.08.2018, 14:48 Uhr, das Nachtschichtteam
Anfahrt zum Hafenfest

Wir empfehlen die Anfahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr.
Die Bushaltestelle "Otto-Hirsch-Brücken" können Sie von Obertürkheim (S-Bahnhof) und Hedelfingen (Endhaltestelle U-Bahn Linie 9 und 13) aus mit den Buslinien 62, 65 und 103 (von Esslingen) erreichen. Von hier aus sind es nur noch fünf Minuten zu Fuß bis zur Hafenbühne (siehe Skizze unten).
Sie können auch von Hedeflingen aus in ca. 10 Minuten direkt zum Hafen gehen.
Es gibt in der Umgebung zwei größere Parkplätze (siehe Skizze unten). Das direkte parken in der Straße "Am Mittelkai" ist möglich, wenn man frühzeitig kommt.

Zum vergrößern auf das Bild klicken:
10.07.2018, 13:25 Uhr, das Nachtschichtteam
"An der Hafenkante" - Zwei Nachtschicht-Konzerte zum Thema Grenzen

Der Hafen Stuttgart überlässt der Nachtschicht für zwei Konzerte bereits eine Woche vor dem großen 60-Jahre-Hafenjubiläum eine Flussbühne und Zuschauertribüne: Am Mittelkai 16. Alle Sitzplätze sind überdacht. Nur bei schlechtem oder stürmischem Wetter werden die Konzerte abgesagt oder verlegt. Beachten Sie bitte dazu die Tagespresse. Ein Kontingent von kostenlosen Karten steht auf Anfrage (info@nachtschicht-online.de) jeweils zu Verfügung.

Freitag, 13. Juli, 20 Uhr, Hafen Stuttgart: "grenzenlos glücklich?!"

In diesem moderierten (Chor-) Konzert beginnen vertraute Musikstücke plötzlich ganz neu zu sprechen und  bringen genussvolle "Glücks-Momente" zum Klingen - von Haydns Schöpfung bis zu Leonhard Cohens "Halleluja". Orchestrale Atmosphäre und oratorische Kraft laden zum Nachdenken über unsere Existenz ein. Dabei kommen im zweiten Teil des Konzertes Impulse "aus aller Welt" zu Wort. Unter der Gesamtleitung von Landeskirchenmusikdirektor Matthias Hanke musizieren Musiker des "Orchesters der Kulture" von Adrian Werum, sowie über 300 Sänger/innen aus Chören des Neckartals: Untertürkheimer Kantorei, Andreaskantorei Obertürkheim, Kirchenchor Uhlbach, Jugendkantorei und Kantorei Esslingen, Kantorei Hedelfingen-Wangen-Rohracker, Chorvereinigung Kai Müller und Philharmoniachor Stuttgart. Das Jugendsinfonieorchester Stuttgart unter Leitung von Alexander Adiarte spielt u.a. sinfonische Musik von Saint-Saens und Bizet. Die Moderationen und Texte werden vom Team der Nachtschicht gesprochen. Karten sind für 16/12 EURO (ermäßigt 12/8 EURO) und über info@nachtschicht-online ab 10. Juni zu bekommen.

Samstag, 14. Juli, 20 Uhr, Hafen Stuttgart: "Mit Musik zu neuen Ufern"
Am Samstagabend sprengt ein junges Nachwuchsensemble mit ungehemmter Spielfreude die musikalischen Genre-Grenzen: "Die Hanke Brothers". Vielfalt, Experimentierfreude, das Ausloten neuer Grenzen, das ist das Lebenselixier der vier Brüder. Sie versprechen nichts anderes als "Unerhörten Musikgenuss". Der Groove der Brüder verbindet Klassik, Pop, Jazz und Techno virtuos. Eine Weltpremiere wird es geben: Die "Elemente" vom britischen Filmmusik-Komponisten Oliver Davis!
Karten kann man auf www.reservix.de und an allen Reservix-Vorverkaufsstellen zu 24/16/14 EURO (ermäßigt 14/12 EURO) bekommen. Weitere Informationen zu den Brüdern auf www.hankebrothers.de

Übersicht der Plätze und Kategorien:
Auf Grund von Sicht-verhältnissen (Stützsäulen im Sichtfeld) gibt es zwei Kategorien. Im Bild (zum vergrößern bitte drauf klicken) sehen Sie die Kategorien. In den PDF-Dateien ist eine Übersicht der einzelnen Plätze auf den jeweiligen Tribünen.


24.05.2018, 14:46 Uhr, das Nachtschichtteam

Wichtige Informationen

Datenschutzverordnung auf Nachtschicht-Online

Passend zu unserer Nachtschicht zur Datengrenze haben wir im Zuge der Umstellung unserer Homepage im Sinne der Datenschutzgrundverodnung folgende Änderungen gemacht:

- Wir trennen nun strickt diese Homepage von unserem Facebookauftritt. Dies hat damit zu tun, dass wir Ihnen die Möglichkeit geben wollen unsere Homepage zu besuchen ohne von Facebook getrackt zu werden.
- Wir verwenden keine Cockies und versuchen auch sonst nicht irgendwelche Informationen über Sie zu sammeln. Der einzige Weg, dass wir von Ihrem Interesse erfahren ist, wenn Sie unseren Newsletter abonnieren.
- Wir haben unsere Seite auf HTTPS umgestellt, dass heißt, dass die Kommunikation nun verschlüsselt abläuft.

Informationen über die Nachtschicht
Wollen Sie regelmäßig über die Nachtschicht informiert werden? Flyer oder Plakate zugeschickt bekommen? Dann melden Sie sich bei uns unter folgendem Link an: Nachtschicht Werbung

Parkplatz-Warnhinweis:
Liebe Nachtschichtgäste, seit einiger Zeit ist in Obertürkheim ein Parkplatz nicht mehr zu benützen. Neben dem P R Parkplatz in der Göppingerstrasse (s. Skizze P2 - grün) liegt links - mit getrennter Einfahrt - ein Privatparkplatz (rot in der Skizze), der zur Nachtschichtzeit nicht zu verwenden ist. Dort wird sehr schnell abgeschleppt! Bitte fahren Sie, wenn Sie nach 18.45 Uhr kommen, lieber gleich auf den P R Parkplatz (s. Skizze P1) an der Hafenbahnstrasse. Der Weg durch den Bahnhof ist gut beleuchtet.

Wegbeschreibung

Hier finden Sie eine Wegbeschreibung zur Andreaskirche Obertürkheim.

Hier finden Sie eine Wegbeschreibung zur Martinskirche S-Nord.

Parkplatzführer
Hier finden Sie Informationen für einen Parkplatz an der Andreaskirche Obertürkheim.

Stimmen von Nachtschichtgästen

Klara Butting

Schon unterwegs im Zug nach Stuttgart hatte ich eine ungewöhnliche Erfahrung. Ein junger Mann in meinem Abteil, mit dem ich ins Gespräch kam, kannte die Nachschicht. Auf der Suche nach einem neuen Zugang zu Gott hatte er sie besucht und war von Ralf Vogel angesprochen worden. Mit dem Ergebnis, dass er jahrelang im Team von Ralf Vogel mitgearbeitet hatte. Wir versuchten zu rekonstruieren, in welchem Jahr das gewesen war. Schon über 10 Jahre lag seine Mitarbeit zurück und ich war überrascht, dass eine besondere Gottesdienstform über eine so lange Zeit durchgehalten werden konnte und nicht an Attraktivität verloren hatte.

Bei meiner Ankunft überraschte mich die Schlichtheit des Ortes, der eher einem säkularen Saal glich, als meinen Erwartungen an eine Kirche entsprach. Die Berichte von der Erfolgsgeschichte und dem Publikumsandrang hatten mich eine alte, majestätische Kirche erwarten lassen. Schmuck und Faszination des Ortes waren allein die vielen Menschen, die im Kirchraum und untern im Gemeindesaal mit Vorbereitungen beschäftigt waren. Trotz des emsigen Hin und Her der Vorbereitung hatte ich nicht das Gefühl, in eine gestresste Situation zu geraten. Ich spürte Gastfreundlichkeit und Offenheit gegenüber einer Fremden und eine große Bereitschaft mir alles zu erklären, sodass ich mich schnell entspannte und zugehörig fühlte.

Als die Kirche sich füllte war meine nächste Überraschung, dass ich einige kannte. Pfarrerinnen und Pfarrer aus Stuttgart, die ich bei Pfarrkonventen oder in Bad Boll getroffen hatte, waren unter den Gottesdienstbesucher/innen. In mir wuchs die Spannung. Was muss hier Besonderes passieren, dass Kolleginnen und Kollegen an einem Sonntagabend sich auf den Weg machen und die Zeit nehmen, noch einen Gottesdienst zu besuchen?

Das Besondere war die vielfältige Beteiligung junger Menschen. Einige Male ertappte ich mich bei einem Gefühl, das ich aus Gottesdiensten mit Konfirmand/innen kenne. Dass ich mitzittere, ob sie ihren Text behalten und ihre Aufgabe erinnern, mehr als dass ich mich von dem Gesagten ansprechen lasse. Doch der Ernst und die Intensität ihrer Worte und Tanzgebärden haben mich immer wieder in das Geschehen hineingeholt. Gerade auch in ihrem Ringen mit der eigenen Unsicherheit haben mich die Beiträge der jungen Menschen berührt. Zeugnisse von Gottessehnsucht sind mir in diesem Gottesdienst nahe gekommen. 

Zu Gast in der Nachtschicht am 03.02.2013